Samstag, 11. Februar 2017

Tamar River

Wir bleiben in Launceston und können uns beim Frühstück Zeit lassen. Als die Sonne vortäuscht rauszukommen, begeben wir uns zum Cataract Basin und umwandern die Schlucht, den Cataract Gorge. Als wir zurückkehren, wirkt das kleine Café oberhalb des Basis sehr einladend, und so nehmen wir dort noch Platz und schauen den hier herum spazierenden Pfauen und deren Küken zu.
Die nächste Station ist dann der kleine Hafen, wo wir unseren Ausflugsdampfer besteigen. Wir schippern den Fluss hinauf, während der Kapitän uns mit Live-Kommentar versorgt. Parallel gibt's den Afternoon Tea, also Tee oder Kaffee und dazu Kuchen, Muffins und Kekse. Auf dem Rückweg gibt's neben Früchten auch noch eine Wein-Präsentation von drei Weinen und hintendran eines Bieres.
Nach dem Anlegen sehen wir, dass gerade ein American Football Spiel im Rugby Club (auf dessen Parkplatz wir kostengünstig stehen) läuft. So erleben wir die letzten 10 Minuten der Gorillas gegen irgendeine andere Mannschaft. Wie das Spiel ausgegangen ist, bringen wir nicht in Erfahrung, denn eine Spielstandsanzeige ist nirgends zu sehen.






Freitag, 10. Februar 2017

Tamar Wetlands

Während sich das Wetter noch etwas angegraut zeigt, spazieren wir nochmals durch die Stadt. Auf dem Weg schließen sich ein paar Kleidungsstücke aus dem Ausverkauf unserer Reisegruppe an.

Pünktlich zum Sonnenschein am frühen Nachmittag sind wir mit dem Stadtbummel fertig, und folgen dem Highway ein wenig den Fluss hinauf. Ein paar Kilometer hinter Launceston liegen die Tamar Wetlands. Durch diese spazieren wir entspannt und beobachten ein paar schwarze Schwäne und Sumpfhühner.



Donnerstag, 9. Februar 2017

Tamar Valley

Heute reisen wir weiter - diesmal wieder nach Süden, nach Launceston, der drittältesten Siedlung Australiens, wie wir später in der Stadt lesen werden. Aber zunächst machen wir einen Stopp bei den Schnabeltieren im Platypus House.
Platypusse sind eine der beiden einzigen Arten von Säugetieren, die Eier legen. Außerdem haben sie eine Schnauze, die wie ein Entenschnabel aussieht und vorne angeklebt ist. Ein wahrlich merkwürdig aussehendes Wesen. Zwar sehen wir nun ein paar Platypusse , aber schön ist der Besuch des Platypus House nicht wirklich. Als kleine Nebenattraktion werden uns auch noch drei Echidnas, also Ameisenigel, gezeigt (die direkten Verwandten der Platypusse ). Echidnas allerdings sind durchaus öfter in freier Wildbahn anzutreffen, insbesondere da sie anscheinend Straßenränder lieben (und glücklicherweise nicht so oft die Straße überqueren wollen :-)
Weiter geht's im mittlerweile einsetzenden Regen bis Exeter, wo wir in der Exeter Bakery eine Pause einlegen und uns einen "Bacon, Cheese, Onion & Tomato Pie" gönnen. Der schmeckt wirklich lecker, so dass wir ihn im Anschluss gleich noch mit einem "Berry Pie & Cream" ergänzen.
Am Nachmittag erreichen wir Launceston. Hier bummeln wir bei Nieselregen ein wenig durch die Stadt und buchen schonmal einen Ausflug für Samstag, bevor wir anschließend auf dem Campingplatz einchecken.



Mittwoch, 8. Februar 2017

Wieder an der Küste

Nach einem netten Plausch mit unserem neuen Nachbarn brechen wir auf, um wieder an die Küste zu gelangen. Unser Weg führt uns erst wieder über bergige Straßen, bis wir nach Sheffield kommen. Sheffield ist bekannt für seine Murals, also an die Gebäudeseiten gemalte Bilder. Wir gucken uns einige davon an und pausieren in einer der Bakeries.
Weiter geht's nach Latrobe. Wir spazieren durch das kleine Städtchen mit seinen vielen hübschen, typisch australischen Häusern. Außerdem füllen wir noch einmal unsere Vorräte auf.
Anschließend geht's noch weiter nach Norden, bis wir in Greens Beach auf dem Campingplatz direkt hinter der Düne einparken. In WikiCamps klang der Platz zwar viel schöner als er ist, aber wir haben einen Stellplatz windgeschützt zwischen zwei Cabins. Etwas weiter die Straße runter finden wir einen öffentlichen Barbeque, den wir mit unseren Kanguru-Steaks in Beschlag nehmen. 





Dienstag, 7. Februar 2017

Cradle Mountain - Dove Lake

Heute Nacht war's nicht ganz so frisch. Dafür lässt uns die Sonne beim Frühstück im Stich. Wir lassen uns erneut vom Shuttle Bus in den Park kutschieren und steigen am Dove Lake aus. Heute wollen wir den See umrunden.
Ganz am Anfang kommen wir am Boat Shed vorbei, der auf unserem Reiseführer als Titelbild herhält. Mittlerweile ist die Sonne auch mit von der Partie, auch wenn sie sich noch oft hinter Wolken versteckt. Wir marschieren entgegen dem Uhrzeigersinn um den See und haben zunächst den Cradle Mountain im Visier.
Auf dem zweiten Teil der Strecke müssen wir fast Erste Hilfe leisten, als ein entgegen kommender älterer Herr eine Stufe im Boardwalk übersieht und nach links in die Büsche fällt. Rechts wäre es erstmal 1,5m den Hang hinunter gegangen...
Die Wolken verziehen sich immer mehr, und so haben wir zurück am Boat Shed doch noch Postkartenwetter. Mit viel Geduld erwischen wir sogar ein, zwei Minuten, ohne dass Horden von Besuchern sich uns ins Bild werfen.

Montag, 6. Februar 2017

Cradle Mountain - Marions Lookout

Die Wettervorhersage lässt uns nicht im Stich und beschert uns eine frische (5 Grad) Nacht. Die automatisch wechselwarme Dusche bringt etwas Leben zurück. Wir hoffen auf eine Aufwärmung durch die vom fast wolkenlosen blauen Himmel scheinende Sonne. Aber zum Frühstück müssen wir uns, obwohl wir in der Sonne sitzen, ordentlich anpummeln.
Nachdem alle die Campsite verlassen haben, machen auch wir uns auf den Weg. Der Shuttle Bus bringt uns zum weitmöglichsten Punkt, dem Dove Lake. Hier steigen wir aus und beginnen unsere kleine Wanderung. Vom Dove Lake geht es zunächst geschmeidig bergan. Gleich zu Anfang raschelt es links neben dem Weg und wir erspähen in einem Meter Entfernung einen Wombat. Der lässt sich durch nichts stören und klettert direkt vor unseren Füßen quer über den Weg ins nächste Button Gras Büschel.
Wir machen einen Bogen um den Lake Lilla und erklimmen von hier aus die nächste Anhöhe, die uns zum Wombat Pool führt.  Den umwandern wir ebenfalls und steigen höher, bis wir auf einer kleinen Aussichtsplattform bereits einen tollen Blick über das Tal haben. Von hier aus ist auch der Aufstieg zu Marions Lookout zu sehen - steil!
Wir marschieren weiter und bekommen als nächstes den Crater Lake zu unserer Rechten zu sehen. Allmählich erhöht sich die Steigung. Zwischenzeitlich hilft eine Kette als Handlauf, die Steigung von mehr als 100% zu meistern. Oben auf dem Plateau können wir eine tolle Aussicht auf den Dove Lake genießen, und das ohne zu frieren. Der Wind hält sich freundlich zurück und so reicht die Sonne aus, uns auch ohne Jacken warm zu halten.
Der Abstieg vom Lookout  geschieht auf demselben Weg, ist aber weniger beschwerlich als angenommen. Auf dem Zwischenplateau zweigen wir ab und begehen den Weg zum Ronny Creek. Der führt uns zunächst direkt am Crater Lake entlang und später über Button Gras Ebenen. Hier treffen wir einen weiteren Wombat, der sich direkt neben dem Boardwalk durchs Gras knabbert. Etwas weiter weg, aber immer noch mit bloßem Auge zu sehen, erkennen wir einen weiteren Wombat. Als wir genug vom Zugucken haben, finden wir kurz darauf auch noch einen jungen Echidna, der Nahrung unter den Grasbüscheln sucht. Selbst die Rückfahrt ist nicht Ohne. Läuft doch ein weiterer Wombat direkt vor dem Shuttle Bus direkt über die Straße!




Sonntag, 5. Februar 2017

Cradle Mountain

So schön, wie der Tag gestern aufhörte, so schlecht fängt er heute an. Immerhin können wir unser Frühstück noch unter unserer Heckklappe genießen. Anschließend regnet es im Grunde fast durchgängig. Jedenfalls solange wir unser Gefährt die Berge hoch und runter scheuchen. Als wir an der Campsite am Cradle Mountain (CradleMountain - Lake St. Clair National Park) einchecken, hört der Regen auf :-)
Nachdem wir uns in der Visitor Information mit ein paar weiteren Informationen versorgt haben, gibt's nochmal ein Heißgetränk für teuer Geld und ohne Geschmack - was soll's. Hier am Cradle Mountain ist alles ziemlich durchorganisiert. Um wirklich in den Park zu kommen, besteigt man einen Shuttle Bus, der alle 10-15 Minuten bis zum Dove Lake fährt. Der Shuttle ist im Nationalparks-Pass enthalten. So organisiert man das und hält den meisten Verkehr raus aus dem Park :-) Während wir auf den Shuttle warten, spricht uns ein älteres chinesisches Paar an. Als es um die Frage der Herkunft geht und wir mit "from Germany" antworten, wird es zunächst still, bis dann fragend "In Europe?" zurück kommt. Als wir bejahen, breitet sich ein stolzes Lächeln über die Gesichter aus...
Heute geht's nur bis zur ersten Haltestelle, dem Interpretation Center. Zum Eingrooven spazieren wir auf ein paar kurzen Walks. Die richtigen Highlights heben wir uns für die beiden nächsten Tage mit besserem Wetter und mehr Zeit auf. Zunächst geht's über den Enchated Walk zum King Billy Walk. Anschließend starten wir den Pencil Pine Falls and Rainforest Walk, und plötzlich sehen wir ihn: Unseren ersten Wombat in freier Wildbahn. Genüßlich mampft er am Gras und knabbert sich von Büschel zu Büschel. 




Samstag, 4. Februar 2017

Sommer, Sonne, Meer

Die Biker wecken uns schon vor 7:00, als der Erste seine Harley zwei Stellplätze weiter anlässt, und im Leerlauf vor sich hin tröten lässt. Nach ihm kehrt nur kurz Ruhe ein, denn nun macht sich einer...nach...dem...anderen auf den Weg. Ruhe kehrt erst ein, als um 9:00 eine Straße weiter die Rally beginnt und die ganze Meute mit aufheulenden Motoren davon knattert.
Wir fahren weiter Richtung Osten und verlassen das anscheinend diagonal über Tasmanien gespannte Wolkenband. Als wir zum Rocky Cape Nationalpark abbiegen und dort zunächst in Boat Harbour Beach Halt machen, scheint die Sonne wunderbar. Hier herrscht Sommerwochenendstimmung. Die lokale Surf Life Saving Jugend macht am Strand ihre Ausbildung, während wir ein Heißgetränk genießen. Wir halten die Füße ins Wasser und sind positiv davon angetan, dass sie nicht sofort abfrieren ;-)
Einen weiteren Stopp legen am Sisters Beach ein. Bevor wir jedoch den Parkplatz erreichen, kriecht vor uns eine ziemlich lange, schwarze Schlange quer über die Straße. Also gilt weiterhin und insbesondere in Nationalparks: Beware of snakes!
Endgültig Halt machen wir in Wynyard. Das Städtchen liegt direkt am Meer und ist gut in Schuss. Dasselbe gilt für unseren heutigen Campingplatz. Dort haben wir einen Stellplatz direkt zum Wasser hin. In Wynyard stocken wir nochmal unsere Vorräte auf, bevor wir den Fossil Bluff besuchen. Der ist allerdings bedingt durch die gerade herrschende Flut für uns nicht erreichbar. Aber wir können vom Lookout einen schönen Blick auf den Table Cape Berg werfen, bevor wir diesen selbst besuchen, und am Table Cape Lighthouse einen leckeren Muffin genießen.



Freitag, 3. Februar 2017

Ans Ende Tasmaniens

Heute ist nichts mit ausschlafen, obwohl wir für zwei Nächte hier in Stanley eingebucht sind. Die Wasserwerke haben Arbeiten an den Wasserleitungen vor und sperren diese deshalb ab 9 Uhr ab. Möglichen Duschengpässen wollen wir lieber aus dem Weg gehen.

Auf dem heutigen Plan steht ein Ausflug ans gefühlte Ende der Welt - zumindest aber Tasmaniens. Zunächst geht es nach Marrawah. Dem Reiseführer zufolge handelt es sich hier um einen Surf-Hotspot. Wir erwarten ein kleines Dorf, vielleicht einen Surfshop und diverse Unterkünfte. Wir finden allerdings nur eine lose Ansammlung von Häusern, die sich über ziemlich viel Fläche verteilen. Es gibt noch eine Taverne, die steht jedoch zum Verkauf. Surfer sehen wir weit und breit nicht. Wir kämpfen uns zum Leuchtturm vor, der uns am West Point, also dem westlichsten Punkt Tasmaniens, erwarten soll. Mühsam geht's 5km über unbefestigte Buckelpiste. Am Ende erwartet uns - nichts. Der Leuchtturm muss schon einen Käufer gefunden haben, der ihn in seinen Garten geholt hat ;-)
Zurück auf der Hauptstraße fahren wir weiter nach Arthur River. Hier endet die asphaltierte Straße und beginnt erst satte 100km weiter südlich in der Nähe von Zeehan. Dem Reiseführer nach führt die Straße zudem ohne Unterbrechung durch dichten Wald. Hier in Arthur River gibt's im Grunde nur die Ablegestelle zur Arthur River Cruise. Überraschenderweise finden wir aber tatsächlich einen richtigen Ort vor. Es gibt sogar ein Café - naja, Imbissbudenwagen. Aber immerhin. Lohnen tut sich der Ausflug aber nicht. Gut dass wir entgegen unserer ursprünglichen Reiseroutenplanung hier nicht nächtigen.
Auf dem Rückweg machen wir einen kleinen Abstecher nach Edith Creek zum Allendale Gardens & Rainforest. Hier hat ein Paar 1980 angefangen ihr Grundstück in ein Gartenparadies zu verwandeln. Auf dem Grundstück ist außerdem noch ein Privat(regen)wald vorhanden.  Die Blumenbeete sind für uns jedenfalls spannender als die auf der letztjährigen Landesgartenschau in Eutin.
Zurück in Stanley werden wir von einem Harley-Davidson Club-Treffen (oder so) überrascht. Der ganze Campingplatz steht voll mit den Motorrädern. Die Gruppe, die sich vor dem Küchengebäude direkt gegenüber unseres Stellplatzes in Campingstühlen zusammengefunden hat, hat sich auch gleich mal unseren einsam auf unserem Stellplatz stehenden Campingtisch gegriffen. Aber die Biker sind so freundlich uns ihn direkt wieder auszuhändigen. Das geplante gemütliche Grillen lassen wir bei der Meute allerdings lieber ausfallen. Stattdessen gibt's Fish'n Chips vom lokalen Fischladen.





Donnerstag, 2. Februar 2017

We go nuts ;-)

Wir verlassen Burnie Richtung Westen und passieren Somerset und anschließend immer seltener, immer kleinere Dörfchen. Das Meer ist meist in Sichtweite und der Verkehr nimmt ab. Wir biegen ab, um auf eine kleine Halbinsel zu gelangen, an deren Ende Stanley im Schatten eines alten Vulkans liegt - The Nut.
Anders als viele andere alte Städtchen ist Stanley wirklich unfassbar süß. Viele historische Häuser ziehen sich beidseits der Church Street den Hügel hinauf. Hier ist Leben, wohl  Dank des Tourismus.
Mittlerweile hat die Sonne all den Regen vertrieben. Wir genießen erstmal ein Heißgetränk am umwindeten Fuße des Felsklotzes, bevor wir den steilen Aufstieg in Angriff nehmen. Der ist allerdings nur wenige 100 Meter lang und so genießen wir schon bald herrliche Ausblicke auf dem Rundweg auf dem Felsplateau. An einigen Aussichtspunkten fällt es nicht leicht, die Kamera ruhig zu halten, so pfeift der Wind hier die Klippe hinauf.





Mittwoch, 1. Februar 2017

Burnie - An der Nordküste

Bei sommerlichen 13 Grad verlassen wir Strahan und machen uns auf den Weg an die Nordküste. Nach ein paar Kilometern allerdings erwarten uns erst noch die Henty Dunes, deren äußersten Ende wir mit morgendlicher Energie erklimmen. Unseren Weg zurück zum Auto beobachten zwei scheue, wirklich große, schwarze Kakadus hoch oben in Wipfeln der Bäume.
Als nächstes passieren wir Zeehan. Im Reiseführer ist der Ort als süßes, historisches Städtchen beschrieben, das man unbedingt besucht haben muss. Nein. Wirklich. Nicht. Die Stadt hat massiv mit Einwohnerflucht zu tun, und so befinden sich die alten Gebäude in einem Zustand zunehmenden Verfalls.
Der weitere Weg führt uns abermals bergauf und -ab. Die Straße windet sich ermüdend durch ausgedehnte Wälder. Zwischendrin passieren wir auch noch die nicht erwähnenswerten Ortschaften Rosebery und Tullah. Irgendwann dann öffnet sich der Bewuchs und das Meer kommt in Sicht. Und schwupps sind wir in Burnie, mitten in einer Stadt mit hektischem Verkehr. Überraschenderweise sind die Leute hier echt ungeduldig. Das hatten wir nicht mal in Hobart - und das war immerhin wirklich eine größere Stadt! Außer zu einem Aufstocken der Vorräte reicht es auch nicht - der Regen treibt uns zügig zum Campingplatz nur wenige Meter vom Meer entfernt.